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Warum die Ballaststoffe noch ein Geheimtipp in puncto Ernährung sind

Von Annika Rudde (Praktikantin der Familienpraxis Heit)



Ballaststoffreiche Ernährung


Heute ist Tag der gesunden Ernährung, da hört und liest man oft die gleichen Themen, die einem irgendwann dann auch wieder aus beiden Ohren herauskommen. Deswegen habe ich mich gefragt, welches wichtige und interessante Thema es gibt, worüber heute vielleicht nicht auf jedem zweiten Blog berichtet wird… Da sind mir direkt die Ballaststoffe eingefallen! Wozu diese gut sind und wie es möglich ist diese in die täglichen Mahlzeiten Eurer Familie mit einzubauen erzähle ich Euch im weiteren Verlauf.


Was sind Ballaststoffe überhaupt?


Kurz erklärt sind Ballaststoffe (auch Nahrungsfasern genannt) pflanzliche Nahrungsbestandteile, die vom menschlichen Magen-Darm-Trakt nicht vollständig verdaut werden können. Man teilt diese in zwei Gruppen auf: die wasserunlöslichen und die wasserlöslichen Ballaststoffe.

Die wasserunlöslichen Ballaststoffe erfordern ein intensives Kauen. Sie quellen bei genügend Flüssigkeitsgehalt im Verdauungstrakt auf und sorgen so für eine längere Verweildauer im Magen, was ein längeres Sättigungsgefühl mit sich bringt, außerdem regen sie die Darmmotilität (Darmbewegung) an.

Die wasserlöslichen Ballaststoffe hingegen dienen denen im Darm vorhandenen Mikroorganismen als Nahrung und stärken somit die Darmflora.

Doch was für gesundheitliche Vorteile bringt das denn jetzt überhaupt?

Durch die längere Verweildauer im Magen halten Ballaststoffe länger satt und können so Übergewicht vorbeugen oder können helfen das aktuelle Gewicht gut zu halten.

Außerdem wirken Sie mit einer ballaststoffreichen Ernährung einigen anderen Zivilisationskrankheiten entgegen. Sie senken das Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Darmkrebs, Divertikel, Verstopfung und Hämorriden, außerdem senken sie den Cholesterinspiegel.


Und was sind Ballaststoffreiche Lebensmittel und wie kann ich diese gut im Alltag mit Kindern unterbringen?


Besonders viele Nahrungsfasern sind Getreideprodukten und Getreideerzeugnisse wie z.B. Vollkornbrote wie Weizen- und Roggenvollkornbroten, Müsli insbesondere welche Leinsamen, Weizen- oder Haferkleie enthalten und Vollkornnudeln. Außerdem in Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen und Linsen. Beim Gemüse haben die besonders faserigen Lebensmittel wie Grünkohl, Knollensellerie und Schwarzwurzel und beim Obst das Beerenobst wie Himbeeren und Johannisbeeren aber auch Trockenobst die meisten Ballaststoffe.

Am besten fängt man damit an, Ballaststoffe direkt schon ins Frühstück zu integrieren. Damit es auch den Kleinen schmeckt, könnt Ihr hier auf Lebensmittel wie fein geschrotetes Vollkornbrot, Müsli mit Obst oder auch Getreidebreie zurückgreifen. Beim Mittagessen könnt Ihr Lebensmittel wie Nudeln (mindestens zur Hälfte) durch Vollkornnudeln ersetzen und statt normalen Reis lieber Naturreis wählen. Hülsenfrüchte könnt Ihr sehr gut in Suppen und Eintöpfen nutzen.

Kleiner Tipp: für Kinder kann man diese auch immer gut pürieren.

Die aktuelle Empfehlung für Erwachsene sind ca. 30g Ballaststoffe pro Tag und für Kinder ca. 10g bis 20g pro Tag. (Quelle: DGE)

Ich hoffe Ihr konntet ein paar neue Dinge lernen und ich wünsche Euch hiermit noch einen wunderschönen Tag der gesunden Ernährung.

Eure Annika

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