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Resilienz - unser angeborener Katalysator in Krisen



Vielleicht ist dir das Wort Resilienz schon einmal über den Weg gelaufen? Es ist noch auf dem Vormarsch und allem Anschein nach noch nicht wirklich in unserer Gesellschaft angekommen. Resilienz. Ein Wort aus dem Fachjargon, das man leicht überlesen könnte, weil es anstrengend wirkt und nicht unbedingt Lust bereitet, tiefer nach dessen Bedeutung zu fragen. Resilienz. Es klingt irgendwie anmutig. Vielleicht weil es sich auf Residenz reimt? Wer weiß.


In dem folgendem Text möchte ich jedoch ein klein wenig tiefer nach der Bedeutung des Wortes Resilienz bohren und ich bin mir sicher, dass du danach die Wichtigkeit dieses Wortes erkennen wirst.


Resilienz - der Katalysator für Veränderungen


Denn in Wahrheit hat die Resilienz die Macht, unser Leben um 180 Grad zu drehen. Sie ist ein Katalysator für Veränderungen, das Durchbrechen von Glaubensmustern und dem Vorbeugen psychischer Erkrankungen.

Du bist neugierig geworden? Dann lass uns beginnen !


Das Wort Resilienz wurde erstmals in den 70er Jahren in Studien verzeichnet als es darum ging, die Entwicklung von Hawaiianischen Kindern zu dokumentieren, die alle einen durchweg schwierigen Start ins Leben hatten (Kauai-Studie). Man vermutete, dass sich diese schlechten Startbedingungen ein Leben lang auf die Kinder auswirken würden und alle dem Alkohol oder Drogen verfallen würden wie es auch zuvor ihren Eltern ergangen war. Schließlich zeigte eine Langzeitstudie jedoch, dass einige der Kinder sich trotz der widrigen Umstände zu starken Persönlichkeiten entwickelten, Beziehungen eingingen und Karriere machten. Der Grund dafür? Einige Kinder schienen von Natur aus eine ausgeprägtere Resilienz zu haben als andere.


Seitdem wird Resilienz etwa mit „seelischer Widerstandsfähigkeit“, dem „Immunsystem der Psyche“ oder „innere Stärke“ übersetzt. Sie schützt uns somit vor den Langzeitauswirkungen negativer Ereignisse und gibt uns die Fähigkeit, trotz schlechter oder sogar traumatischer Erfahrungen unser Leben ohne großartige Beeinträchtigungen fortzusetzen. Klingt klasse oder? Doch was passiert mit den Menschen, die scheinbar mit einer geringen oder gar keiner Resilienz geboren wurden?


Resilienz ist Training

Die gute Nachricht ist: Resilienz kann trainiert und somit sukzessive aufgebaut werden. Die schlechte Nachricht ist: Man kann sie auch wieder verlieren.


Phasen, in denen wir aus dem Gleichgewicht geraten, sind der ideale Nährboden für schwindende Resilienz. Ob stress-, krankheits- oder familiärbedingt - Gründe für ein Leben in Schieflage gibt es einige. Gerade dann, wenn man denkt, dass der Topf an Problemen nun reichlich gefüllt ist, kommt es meist erst richtig dicke. Denn plötzlich werden Alltagsproblemchen zum Desaster und wir merken, dass wir dünnhäutiger, aggressiver, trauriger oder müder werden. Die Belastungen haben uns fest im Griff, sodass die Spirale nach unten in vollem Gange ist.


Doch wie schafft man den Ausstieg?

Ausstieg aus der Burnout Spirale


Es gibt drei Möglichkeiten, (von denen eine eigentlich keine Option darstellt):


1.) Lächeln und weitermachen

Diese Option ist die am weitesten verbreitete Strategie und sicherlich die schlechteste Wahl. Wer seine innere Abwärtsspirale ignoriert läuft Gefahr, in eine tiefe psychische Krise oder sogar eine Erkrankung zu rutschen. Nicht umsonst sind Burnout Erkrankungen auf dem Vormarsch.

2.) Die Notbremse ziehen

Diese Technik hilft sicherlich, ist aber auch ziemlich radikal. Job kündigen, in den Flieger setzen und eine Auszeit nehmen. Nicht viele haben den Mut und die Möglichkeiten diese Notbremse zu ziehen. Der dadurch entstehende Abstand zum destruktiven Kreislauf und die Konfrontation mit positiven Erlebnissen führen jedoch meist zu einer schnellen Besserung des emotionalen Zustandes


3.) Hilfe suchen

Wer etwas ändern möchte, aber nicht weiß wie man dem krankmachenden Kreislauf entkommen kann, darf sich Hilfe suchen. Oftmals sind wir so sehr in unseren Konflikten gefangen, dass uns der Weitblick fehlt, den uns ein anderer schenken kann. Daher ist es weder peinlich noch mit Schwäche verbunden, wenn wir uns an eine außenstehende Person wenden.

Idealerweise findet sich jemand, der Erfahrung auf dem Gebiet der Resilienz hat, kein enger Angehöriger ist (hier werden meist nur subjektive Ratschläge weitergegeben) und dir Techniken zeigt, wie du mit Herausforderungen umgehen kannst.


Krisen sind nie schön. Und doch geben uns Krisen die Möglichkeit von ihnen zu lernen. Und jede Krise, die auf eine andere folgt, wird leichter werden. Denn ohne es zu merken, sind Krisen die beste Übung, um die eigene Resilienz zu trainieren.


Geschrieben von: Anne Heit (Familienpraxis Heit)


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